I.G.I.T.T. goes Minden


Stippvisite im Stippgrützeland


Nachdem unsere "Abgrützfahrt" im wahrsten Sinne des Wortes in's Wasser gefallen war mußten wir uns natürlich dringend etwas anderes einfallen lassen als doof zuhause rumzusitzen und Trübsal zu blasen. Kurzerhand haben wir den Sommer genutzt und als Ersatz quasi das Bergfest der stippgrützefreien Zeit geplant.
Was würde dazu besser passen als ein Ausflug in's Kern- und Mutterland der Stippgrütze, also ein Ausflug nach Minden. Also: Koffer gepackt, in die Hände gespuckt, 4 Programmpunkte auf den Zettel, die Benzinrösser aufgesattelt und ab auf die Bahn!

Programmpunkt 1: Kleine Schiffstour

Weserufer bei Minden

Bei herrlichstem Sonnenschein (nun ja - zumindest über den Wolken wird die Sonne wohl geschienen haben) starteten wir unsere Bootstour um das Stippgrützeland von der Wasserseite aus kennen zu lernen. Auf dem Mittellandkanal überquerten wir zunächst das berühmte Mindender Wasserstraßenkreuz um uns anschließend in der Schachtschleuse eine Etage tiefer auf Weserniveau pumpen zu lassen. Damit hatte zumindest das Schiff unser übliches Konversationsniveau erreicht (Achtung: Kalauer!!!). Passender Anlaß für Herrn T. und Herrn J. den Tag mit einem zweiten Frühstück, bestehend aus Wasser, Malz- und Hopfenextrakten zu begrüßen. Als ob das alles noch nicht genug des Glücks wäre, brach sich dann auch noch die Sonne ihren Weg durch die Wolken. Bei herrlichstem Sommerwetter schipperten wir entlang der Fischerstadt, dem Schaufelraddampfer, der Schiffsmühle bis hin zur Porta-Westfalica und wieder retour.

 

Programmpunkt 2: Besuch bei den Feinköstigen

Stippvisite bei den feinköstigen Müllers


Heimlicher Höhepunkt unserer Stippvisite im Stippgrützenland war jedoch unzweifelhaft der Besuch im Geschäft der feinköstigen Müller-Brothers. Schon als Vorspeise wurde uns hier ein fantastisches luftgetrocknetes Hinterteil von der ostwestfälischen Sau kredenzt. Anschließend die bewährte Ruwe-Stippgrütze mit delikaten Gewürzgürkchen. Um der Verdauungsarbeit rechten Vorschub zu leisten wurden ferner aufgetischt: Bure-Korn, Grünkohlschluck sowie für Herrn J. noch diverse Bourbon-Whiskys aus dem Ballon. Nicht nur weil wir so gut bewirtet wurden, sondern weil die Müllers und ihr Geschäft echt der Knaller sind und wir - völlig unbekannterweise - uns wie gute Freunde aufgenommen fühlten, empfehlen wir hier gerne jedem, dem Geschäft mal einen Besuch abzustatten. Solche Geschäfte sind wirklich die Leuchttürme im Lebensmittelhandel. Wieviel ärmer wäre unsere Kultur, wenn es nur noch uniforme Allerweltsläden mit Allerweltsangeboten gäbe, in denen gelangweilte Verkäufer uns Allerweltswaren andrehen wollten, die sie selbst nicht kennen und lieben. Nachdem wir die Damen schlußendlich irgendwo unter dem Sahnelikörregal wieder gefunden und uns für den häuslichen Verzehr noch mit einer Flasche Himbeer/Williams-Christ bevorratet haben konnten wir uns schließlich dem folgenden zuwenden:

 

Programmpunkt 3: Grillierung in Oppa sein Gaaten

Grillierung bei Oppa Ortwin in sein Gaaten

Was will man dazu noch viel sagen: Leckers vom Schwein - am Stück und in der Wurst - vom Rost, dazu Ommas Salate, diverse Pilsetten und natürlich der bereits erwähnte Williams-Christ, ordentlich Boonekamp und Selbstaufgesetzten. Und - falls das jetzt zu "alkoholschwanger" wird [;-)]: Nein! Wir haben das nicht alles alleine getrunken, sondern uns neben Oppa O. und Omma C. noch Verstärkung von Onkel D. und Tante N. geholt. Kurzum: Westfälische Gemütlichkeit at it's best bis tief in die Nacht hinein. Dann ordentlich ausschlafen um am nächsten Tag fit zu sein für

 

Programmpunkt Nr. 4: Willem

Herrliches Stippgrützenland!

Die beste Aussicht auf das Stippgrützeland hat man traditionell vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal aus. Also haben wir uns das Vergnügen nicht nehmen lassen am 2. Tag unserer Stippvisite den grandiosen Ausblick auf das Denkmal und auf die norddeutsche Tiefebene zu genießen. Schon beeindruckend, wie der alte "Willem" - wie er liebevoll im Volksmund genannt wird - segnend seine Hand über die Stippgrützlinge erhebt. So als wollte er sagen: Seht her, dort gibt es Stippgrütze, dort ist alles gut!

 

Letzte Station


Vor unserer Abreise statteten wir schließlich unserem Auslandsbeauftragten, Herrn J. aus H. an der E. noch einen Terassenbesuch ab, um ihn mit einer Dose Stippgrütze für seinen nächsten Auslandsaufenthalt auszustatten. Die Damen bekämpften den Nachklang des gestrigen Abends noch mit einem eisgekühlten therapeutischen Gläschens Teitinger während die Herren schonmal Ihre Kraftgefährte auf Betriebstemperatur brachten.

Ein schöner, genußvoller und lehrreicher Aufenthalt im Stippgrützeland fand so sein Ende.

Fazit: Alles in Butter, schnallt Euch an, wir kommen wieder!

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