I.G.I.T.T. goes Leipzig


Leipziger Weihnachtsmarkt 2010

Leipziger Weihnachtsmarkt

...immer nur zuhause sitzen ist doof!

"Immer nur zuhause sitzen ist doof!" - dachten wir uns auch von der I.G.I.T.T.
Abwechslung mußte also dringend her und so haben wir uns kurzfristig entschlossen, einen Betriebsausflug zu machen.
Frau T. erinnerte sich an ein in ihrer Kindheit gern gegessenes und der Stippgrütze nicht ganz unähnliches Gericht: Lebermus. Dieses würde sie doch zu gerne noch einmal essen und im übrigen könne man das mit einem Besuch des vorzüglichen Leipziger Weihnachtsmarktes verbinden.
Nach mehreren "Sto Gramm" Hubertustropfen und einem Rahmen kammerkalter Oettinger-Vasen gab schließlich Familie J. ihren Widerstand auf und fügten sich in ihr Schicksal.

 

Tag 1 - Freitag, 10.12.2010

Pizzeria Wagner - Schkeuditz

Pizzeria Wagner

Schkeuditz

Pünktlich um 14.00 Uhr startet Herr T. die Maschine und beschleunigt sein Kraftgefährt Richtung Leipzig. Gut 4 1/2 Stunden, eine Pinkelpause und 430 km später erreichen wir Schkeuditz, wo wir unser Basislager für die Erklimmung des morgigen Weihnachtsmarktgipfels aufbauen.
Da sich in der Magengegend zwischenzeitlich Lochfraß eingestellt hat, entern wir kurzentschlossen Wagners Pizzeria. Ein absolut unscheinbarer Geheimtipp! Das Lokal verbirgt sich in einem kleinen Holzhaus hinter einer hohen Hecke und erinnert mehr an ein zu groß geratenes Schrebergartenhaus als an ein Restaurant. Auch von innen versprüht Wagners eher den Charme eines altgedienten Vereinsheims denn einer echten Pizzeria. Aber weit gefehlt! Man soll sich eben nicht nur von Äußerlichkeiten beeindrucken lassen:

 

geheime Informantin

...kennt sie "Lebermus"?

Dick belegte Pizza mit ausschließlich frischen Zutaten und ein Sugo a la Bolognese, der auch noch ordentlich Gehacktes enthält und nicht nur irgendwann mal daneben gestanden hat. Wir sind beeindruckt von der Qualität hinter der viele der italienischen Restaurants, die wir kennen, klar zurückstecken müssen!
Ebenfalls beeindruckend: Obwohl das Restaurant eigentlich an jenem Abend wegen der Betreuung eines größeren Buffets in der Nachbarschaft geschlossen hat, lädt man uns ein trotzdem zu bleiben, wenn man mit etwas Wartezeit und Flaschenbier einverstanden ist. Wo findet man noch - selbst in Gaststätten - so viel Gastfreundschaft in Deutschland?
Unsere Informantin Jana ist wirklich nett, aber im Gegensatz zum Restaurant leider ein Flop: Sie kennt zwar Lebermus, weiß aber nicht, wo man es bekommt.

 

"Unsere" Platte

Um Kraft für den nächsten Tag zu schöpfen haben wir uns anschließend wieder in die Platte zurückgezogen, in der wir an diesem Wochenende Platte machen. Um den Tag zu beschließen und die Leber auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten haben Herr T. und Herr J. sich noch an 1-2 Vasen Oetti gütlich gehalten, während die Damen noch ein Fläschchen Fruchtglühwein verzehrten.

Gute Nacht!

 

Tag 2 - Samstag, 11.12.2010

Frau T.

...freut sich auf den ersten Glühwein

Leider kann trotz der vorweihnachtlichen Zeit weder von einer stillen noch von einer guten Nacht die Rede gewesen sein. Unsere Platte liegt gefühlte 50m neben dem Flughafen Halle/Leipzig und nächtens drehen da die Frachtmaschinen richtig auf. Herrn J. plagen Ängste, ein Ende zu finden, wie einst Donnie Darko.
Morgens auf dem Weg zum Bäcker dann Einkehr in der Schkeuditzer Fleischerei Schwarze. Die Enttäuschung ist groß: Lebermus ist hier weder bekannt noch erhältlich. Das hält Frau T. jedoch nicht davon ab sich mit diversen Knack-, Leber- und wasweißichnicht für Würsten zu versorgen. Eine ganze Tüte voll Wurst aus dem Fleischerfachgeschäft für 18,00 EUR. Wir sind beeindruckt und loben die Fleischrei Schwarze für dieses außerordentlich gute Preis-Leistungsverhältnis.

 

Hauptbahnhof Leipzig

...Shop 'till you drop!

Nach dem Wurstfrühstück dann Aufbruch Richtung Leipzig. Die Straßenbahn befördert uns in gut 30 Minuten bis direkt vor den Leipziger Hauptbahnhof. Da die Promenaden im Leipziger Hauptbahnhof mit gefühlten 150 Geschäften exquisites Einkaufsvergnügen versprechen, drängte die weibliche Hälfte von uns wie von einem Magneten angezogen in diese Richtung. So haben wir uns dann zunächst dort umgeschaut. Wirklich beeindruckend! Noch beeindruckender die Fleischerei Andes in den Bahnhofspromenaden, die dann tatsächlich das von uns gesuchte Lebermus kannten. Leider konnten sie es uns aber nicht verkaufen, da es sich dabei wohl eher um eine Spezialiät kleinerer Traditionsfleischereien handelt. Dafür erhielten wir aber eine wirklich leckere Kostprobe der hauseigenen Bregenwurst. Danke Fleischerei Andes! Tschüß Promenaden! Hallo Weihnachtsmarkt!

 

Glühwein

mit Bratwurstgeschmack?

Punkt 11.00 Uhr feiern wir dann endlich Glühweinanstich. Langsam hangeln wir uns von einer Bude zur nächsten durch die Leipziger Innenstadt. Auch die Kultur darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen; es soll schließlich niemand behaupten, wir seien nur des Alkoholgenusses wegen nach Leipzig gefahren. Wir besuchen also die Nikolaikirche, die 1989 ein zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in Ostdeutschland war und ohne die es damit die I.G.I.T.T. in ihrer heutigen Zusammensetzung gar nicht geben würde. Außerdem stehen wir in der Thomaskirche vor der Gruft von Johann-Sebsatian Bach und warten vergeblich auf ein Ständchen des weltberühmten Thomanerchors. Egal - wir folgen wieder dem Lockruf des Glühweins und diverser Wurst-, Schaschlik- und Quarkkeulchen-Buden.

 

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